Erklärung des Modelles

Das Konzept des Carsharings kann in verschiedenen Varianten eigesetzt werden. Neben stationärem Carsharing, ist es vor allem das sogenannte „Free-Floating“, welches verhältnisweise besonders stark wächst. „Free-Floating“ bedeutet, dass die Fahrzeuge auf jedem öffentlichen Parkplatz, innerhalb eines bestimmten Geschäftsgebietes abgestellt werden können. Dadurch kann die Flexibilität der User gewährleistet werden, da diese sich komplett frei in einem festgelegten Bereich bewegen können und die Carsharing-Autos nach Belieben abstellen können. Das Carsharing ist dennoch nicht als Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr zu verstehen, sondern eher als Erweiterung dazu, mit einem leicht unterschiedlichen Use-Case. Im Jahr 2015 standen 2,5 Mio. täglichen öffentlichen Fahrten, 7.000 Carsharing Fahrten gegenüber (MA-18, 2015).

Wachstum

Besonders in Deutschland ist ein starkes Wachstum im Bereich des „Free-Floating“-Carsharing zu beobachten. 2016 wuchs dieser Sektor um 51,8%. Im Vergleich dazu konnten das stationäre Carsharing lediglich einen Zuwachs von 5,8% verzeichnen (BCS, 2016). Auch in Wien ist ein konstanter Anstieg sichtbar. Bereits 2015 nutzten 100.000 Menschen regelmäßig Carsharing Angebote (MA-18, 2015). Die etablierten Carsharing-Anbieter stocken ihre Flotten stetig auf und die Umsatzzahlen implizieren eine ansteigende Auslastung. „Free-Floating“-Carsharing ist kein Nischenservice mehr und überzeugt immer mehr Menschen.

Umweltschutz

Durch die Verwendung von Carsharing-Autos mit Verbrennungsmotoren, konnten 2015 in Wien 7.000 Tonnen CO2 eigespart werden (MA-18, 2015). Wenn damals schon reine Elektroautos verwendet worden wären, wäre diese Zahl um ein Vielfaches höher. Bereits mit 50 elektrischen Carsharing-Autos, können über 30 Tonnen CO2 gegenüber herkömmlichen Carsharing-Anbietern und 130 Tonnen C02 gegenüber privat PKWs eingespart werden. Hinzu kommt noch die Feinstaubreduktion. Dies betrifft vor allem Carsharing-Anbieter die mit Verbrennern unterwegs sind. Der Katalysator funktioniert in den ersten 60-90 Sekunden nach dem Motorstart nicht und der Feinstaub wird ungefiltert emittiert. Die Carsharing-Autos haben besonders viele Kaltstarts pro Tag und verschmutzen die Umwelt dadurch vermehrt. Durch die Verwendung von E-Autos fallen diese Emissionen komplett weg. Ebenfalls kann die Umweltverschmutzung „Lärm“ deutlich reduziert werden.

Preisvorteil

In einer Stadt kann man bis zu 170€ einsparen, wenn man statt der Verwendung des eigenen PKWs ein Carsharing Auto verwendet (Standard, 21.02.17). Dabei profitieren vor allem Gelegenheitsfahrer vom Carsharing. Für Pendler bietet der Service allerdings keine Vorteile, sondern würde sogar Mehrkosten bedeuten.

Quellen:

https://www.wien.gv.at/verkehr/kfz/carsharing/evaluierung.html

https://carsharing.de/bcs-studie

http://derstandard.at/2000052904571/Carsharing-rechnet-sich-nur-fuer-Stadtflitzer

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