Status Quo

„Sharing Ecomony“ ist eine Entwicklung, die das ökonomische System in dem wir leben nachhaltig verändern kann. Besitz wird geteilt und allen kostengünstig zugänglich gemacht. Profitieren sollen dabei jeder. So lautet zumindest die Grundidee dahinter. Bei Wohnungen, Musik und Autos findet dieses Konzept bereits jetzt schon reichlich Anklang. Der Wirtschaftsbereich wächst rasant und die dazugehörigen Unternehmen wie etwa Uber und Airbnb sind längst milliardenschwere Konzerne.

Potential und Risiko

Experten sagen der „Sharing Economy“ nach, das Potential zu besitzen, den Kapitalismus wie wir in kennen von Grund auf zu sanieren und zu demokratisieren. Die Ressourcen werden optimal genutzt und ein Produkt wird stets vollständig ausgelastet. Dabei kommt es allerdings wesentlich darauf an, wie dieser facettenreiche Begriff interpretiert und umgesetzt wird. Ist es wirklich „sharing“ wenn ich in einem Car2Go von Daimler durch die Stadt fahre oder doch nur eine app-basierte Autovermietung? Es muss grundsätzlich dazwischen unterschieden werden, ob sich dieser Sharing-Gedanke auf das Nutzerverhalten oder auf die Tatsächliche Wertschöpfungskette der Wirtschaftsleistung bezieht. „Sharing Economy“ wird zu einem Label ohne einheitliche Ideologie und Vorgehensweise. Nur weil ein Produkt oder eine Dienstleistung von mehreren Personen genutzt wird, muss dies nicht gleich dem Paradigma des „Sharing“ entsprechen.

Weiterentwicklung

Aufgrund dieser Unübersichtlichkeit hat Caroo ein Konzept entwickelt, mit welchem der Demokratisierungsprozess der Ökonomie, sowohl wertschöpfungsbezogen, als auch Nutzungsorientiert erreicht werden kann. Diese Idee wird mit dem Begriff „Sharing Economy 2.0“ zusammengefasst. Im Falle von Caroo soll dieses Konzept in zwei Schritten umgesetzt werden.

Schritt 1: Zunächst wird eine Flotte von E-Autos im Konzept des „free floating“-Carsharings in Wien angeboten. Wie das auch bei anderen Carsahring-Anbietern der Fall ist, werden die Autos überall abstellbar und anmietbar sein. Der gesamte Miet- und Bezahlungsvorgang läuft dabei über die Caroo-App. Dieser Schritt dient als „proof of concept“ und bildet das Fundament für die Etablierung des Konzeptes der „Sharing Economy 2.0“.

Schritt 2: Ein blockchainbasiertes Investitions- und Abrechnungsmodell wird auf der Caroo-Webseite implementiert, dass es Personen ermöglicht, direkt in die Assets von Caroo, in diesem Fall der Fuhrpark von eCarsharing-Autos, zu investieren und auch am Umsatz der Autos zu profitieren. Jedes E-Auto wird dabei durch eine gewisse Anzahl von Tokens repräsentiert, welche auf der Ethereum-Blockchain basieren. Die Gesamtheit der Tokens bildet den operativen Wert der Assets ab. Diese Tokens sind ab da frei handelbar und haben als physischen Gegenwert ein eCarsharing-Auto hinterlegt, welches zusätzlich eine Echtzeit-Umsatzbeteiligung ermöglicht. Dadurch wird ein voll automatisiertes und offen partizipatives System gewährleistet, dass jedem Token-Holder in die Wertschöpfungskette integriert.

Veränderung

Durch die Implementierung dieses Systems kann tatsächliches „Sharing“ stattfinden. Die User profitieren nicht nur von der Dienstleistung, sondern auch individuell finanziell. Das Ziel ist es, dass die Bevölkerung einer Stadt oder einer Region, durch ihre Investments die Flottengröße und die Modellauswahl bestimmen und somit die Dienstleistung direkt an das Angebot- und Nachfrageprinzip des freien Marktes koppeln. Für den Token-Handel benötigt es keine Finanzdienstleister oder andere Drittanbieter. Dieser kann frei gehandelt werden und der Kurs ist natürlich variabel.

Im Idealfall besitzt Caroo kein einziges Fahrzeug mehr. Caroo wird dann zu einer blockchainbasierten, offen partizipativen eCarsharing-Plattform. Die Crowd ist der Taktgeber und Begünstigter zugleich. Der User ist vollständig in den Prozess miteingebunden und die Erfolge werden geteilt. Das versteht Caroo unter „Sharing Economy 2.0“.

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